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Januar 2006 - Verliebt in Brandenburg So ist das mit der Liebe - wer sie entdeckt, kann nicht mehr davon loslassen und muss sein Glück gleich jedermann erzählen, damit auch andere daran teilhaben. Wir sind verliebt in eine wunderschöne Naturlandschaft, in unmittelbarer Nähe unserer Berliner Bezirke, und manch aufmerksamer Kiezkontakt-Leser wird schon ahnen, für was unser Herz schlägt: Für den Naturpark Nuthe-Nieplitz, Deutschlands zweitjüngsten Naturpark, der fast wie ein Erholung spendender Garten unmittelbar vor unser Haustür südwestlich Berlins liegt. Gelegen im Dreieck zwischen Beelitz, Trebbin und Luckenwalde beherbergt der Naturpark Schätze, die es auch für Berliner zu entdecken lohnt.
(Bilder von der Natur rund um das Landgut Berkenbrück ) Ein "Juwel", umgeben von herrlicher Natur, haben wir für Sie gefunden: Das Landgut Berkenbrück, ein brandenburger Vierseithof geprägt durch die großen Holztore von Scheune und Schmiede. Sein Glanz war durch unsere wechselvolle deutsche Geschichte ergraut, aber wir haben ihn ordentlich geschliffen und poliert. Wir haben ihn hergerichtet für unsere Leser, für die Berliner und Brandenburger, für Kinder und Familien, für alle, die einmal das Gefühl überfällt: Jetzt mal raus aufs Land 35 Minuten von Berlin entfernt taucht man ein in die Erholung, wandert entlang von Feldern und Wäldern auf den sanften Hügeln des Nuthe-Urstromtals, beobachtet den Zug der Vögel, rastet an den idyllisch gelegenen Torfseen und fühlt sich einfach verliebt - verliebt in Brandenburg. Wohlwissend, dass Liebe auch immer ein gutes Stück Arbeit bedeutet, haben wir hingegen die Ärmel hochgekrempelt, um das Landgut Berkenbrück für Sie herauszuputzen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Der Weg - bereits ein Ziel: Von der Haustür bis ins Nuthe-Urstromtal/Berkenbrück Schnell ist die ausgebaute B 101 über Malteserstraße/Marienfelder Allee oder über Osdorfer Straße erreicht und bringt uns bis nach Trebbin. Bereits 1213 urkundlich erwähnt putzt sich die Stadt Trebbin, die heute ca. 6.900 Einwohner zählt, heraus. So wurde erst im vergangenem Jahr Trebbins Hauptstraße, die Berliner Straße, komplett neu gestaltet. 2006 soll auch der Marktplatz, der vor dem schmucken Rathausgebäude gelegen ist, in neuem Glanz erscheinen. Bereits 1840 erhielt die Stadt Trebbin einen Bahnhof, an dem ab 28.05.2006 so wie bereits vor 166 Jahren die Anhalter Bahn aus und nach Berlin halten wird. Am alten Trebbiner Rathaus biegt man rechts ein auf die B246, die man nach ca. 700 m links wieder in Richtung Luckenwalde/Ahrensdorf verlässt. Dabei hat man eine Landeswasserstraße gekreuzt, die die ganze Region geprägt hat: Die Nuthe. Sie entspringt südlich im Fläming und mündet nach 65 km Fließstrecke und nachdem sie einen Höhenunterschied von 51,8 m überwunden hat in die Havel bei Potsdam. Ein großer Teil ihres Laufes führt die Nuthe durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz. Die feuchten grünen Wiesen, die ehemaligen Überschwemmungsgebiete und kleineren Elsbrüche des Naturparks bieten dem Weißstorch und dem Reiher ideale Bedingungen, sodass insbesondere der Reiher-Bestand seit den 90`ger Jahren kontinuierlich zunimmt. Theodor Fontane spottete über die Nuthe und die noch kleinere Schwester Nieplitz, verglichen mit diesen Strömen wirke die Havel, als zöge die Wolga an einem vorbei. Nach
einigen Minuten erreicht man das Dorf Ahrensdorf und biegt am Ortseingang
rechts ab nach Hennickendorf. (Foto) In der
Mitte des Dorfes steht eine sehenswerte Kirche aus der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts, ein neugotischer Feldsteinbau mit zwei zinnenförmigen Giebeln aus
rotem Backstein. An höchster Stelle unter dem Kirchenkreuz befindet sich ein
Storchennest, das nahezu alljährlich von einer Storchenfamilie bewohnt wird.
Eine Holztafel gibt dem Besucher detailliert Auskunft, in welchem Zeitraum sich
die Storche in den vergangenen Jahren hier niederließen (ca. April bis August). Noch
im Dorf teilt sich die Straße und der linke Arm führt vorbei an der
Hennickendorfer Landfleischerei (einen schmackhaften Halt zur Stärkung kann man
empfehlen) nach Berkenbrück ins Herz des Nuthe-Urstromtals. Hier, am erst 2005
eröffneten Kinderspielplatz, beginnt
ein Spaziergang durch die Natur.
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